Der Aufsichtsrat der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG (RLB NÖ-Wien) hat im Geschäftsjahr 2008 in Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben sieben Sitzungen und sechs Ausschusssitzungen abgehalten, wobei der Vorstand jeweils über die Entwicklung der Geschäfte und die Lage des Unternehmens berichtet hat. In Angelegenheiten, in denen nach Satzung oder Geschäftsordnungen die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich ist, wurde diese eingeholt.
Die ordentliche Hauptversammlung der RLB NÖ-Wien, bei der die Aufsichtsräte auf die satzungs mäßige Höchstdauer gewählt wurden, fand am 30. April 2008 statt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss nach Bestimmungen der „International Financial Reporting Standards“ zum 31. Dezember 2008 und der Konzernlagebericht wurden vom Österreichischen Raiffeisenverband als gesetzlichem Bankprüfer gemeinsam mit der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und es wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfungen angeschlossen, die vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlüsse samt Lageberichten geprüft und den Jahresabschluss der RLB NÖ-Wien zum 31. Dezember 2008, der damit gemäß § 125 Abs. 2 Aktiengesetz festgestellt ist, gebilligt.
Ein Gewinnverteilungsvorschlag erübrigt sich aufgrund des geltenden Ergebnisabführungsvertrages vom 27. April 2001 mit der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg.Gen.m.b.H.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre im Geschäftsjahr 2008 geleistete Arbeit.
Der Aufsichtsrat

Ök.Rat Dr. Christian Konrad
Vorsitzender
Wien, im April 2009
Raiffeisen ist eine starke österreichische Marke. Unsere genossenschaftliche Identität erdet, gibt Bodenhaftung, verbindet uns mit dem Land und den Menschen. Wir haben das Selbstverständnis einer Universalbank: Raiffeisen lebt dabei das Prinzip „von Gesicht zu Gesicht“. Das heißt, wir kennen die Menschen, die uns ihr Geld anvertrauen, wir kennen die Menschen, denen wir Kredit geben. Und die Menschen kennen und vertrauen uns.
Denn wir setzen auf individuelle Beratung und langfristige Partnerschaft. Die Raiffeisen-Bankengruppe Niederösterreich-Wien, mit ihrem Spitzeninstitut der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, ist damit nicht nur die stärkste Bankengruppe in Niederösterreich, sondern auch in turbulenten Zeiten ein sicherer Partner. Gewinne setzen wir für nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der Region und für die Lebensqualität der Menschen ein.
So tragen wir in diesen herausfordernden Zeiten zur Stabilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft bei.
2008 war zweifellos das schwierigste Jahr für die Finanzwirtschaft seit Jahrzehnten. Diesen Entwicklungen kann sich auch ein Institut wie die RLB NÖ-Wien nicht entziehen. Aber es hat sich auch gezeigt, dass unser Geschäftsmodell der Bank in bewegten Zeiten Sicherheit und Stabilität im operativen Geschäft garantiert. Die RLB NÖ-Wien wurde immer nach Grundsätzen der kaufmännischen Vorsicht nach UGB (Unternehmensgesetzbuch) gesteuert. Im Einzelabschluss kommt damit auch die nachhaltige Stärke der RLB NÖ-Wien als Regionalbank und als Spitzeninstitut der Raiffeisen- Bankengruppe Niederösterreich-Wien aus eigener Kraft zum Ausdruck.
Die wichtigsten Kennzahlen nach UGB machen das deutlich: So hat sich das Betriebsergebnis im Jahr 2008 um 37,6 Mio. Euro oder 19,6 Prozent von 191,1 Mio. Euro auf 228,7 Mio. Euro verbessert. Die Bilanzsumme von 25,2 Mrd. Euro per 31.12.2008 zeigt ein dynamisches Wachstum von 38,3 Prozent oder 7,0 Mrd. Euro gegenüber einer Bilanzsumme von 18,3 Mrd. Euro im Jahr 2007. Der Jahresüberschuss nach Steuern 2008 errechnet sich mit 107,6 Mio. Euro nach 135,8 Mio. Euro im Vorjahr, den Rücklagen konnten 2008 insgesamt 62,3 Mio. Euro zur Kapitalstärkung zugeführt werden.
Die Entwicklung 2008 war bestimmt von einer anhaltend starken Kreditnachfrage unserer Kommerz- und Privatkunden und einer kräftigen Ausweitung des Einlagengeschäftes.
Die Forderungen an Kunden nahmen um 1.441,0 Mio. Euro oder 21 Prozent auf 8.312,3 Mio. Euro zu und stellen mit rund 32,9 Prozent der Aktiva neben den Forderungen an Kreditinstitute den wirtschaftlich wichtigsten Aktivposten dar. Dabei stiegen die Ausleihungen an Kommerz- und Privatkunden deutlich, die Kredite an die öffentlich-rechtliche Hand lagen in etwa auf Vorjahresniveau. Das Kunden-Kreditgeschäft war expansiv, qualitatives Wachstum stand aber immer im Vordergrund. Die konservative Risikopolitik wurde ebenso kontinuierlich weitergeführt wie das aktive Management des bestehenden Kredit-Portefeuilles.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen im Berichtsjahr um 978,5 Mio. Euro oder 17,5 Prozent auf 6.576,8 Mio. Euro zu.
Auf Spareinlagen entfielen zum Jahresende 2.357,0 Mio. Euro, das bedeutet eine ausgezeichnete Steigerung von 32,6 Prozent. Das ist einerseits auf die zunehmende Nachfrage nach sicheren Einlagenformen vonseiten der Privatkunden zurückzuführen und bestätigt andererseits das Vertrauen der Kunden in die RLB NÖ-Wien.
Die Kernkapitalquote (nach Basel II-Definition) befindet sich zum 31.12.2008 mit 8,91 Prozent auf dem heute international geforderten Niveau.